ICCID (Seriennummer der SIM)
Die ICCID (Integrated Circuit Card Identifier) ist die eindeutige Seriennummer einer SIM-Karte oder eines eSIM-Profils: 19 oder 20 Ziffern, die immer mit 89 beginnen. Sie identifiziert das Datenpaket beim Anbieter, nicht das Handy. Auf einer physischen Karte ist sie auf die Rückseite gedruckt, bei einer eSIM hat jedes installierte Profil seine eigene ICCID, sichtbar in den Einstellungen.
Warum das auf Reisen zählt
Die ICCID ist die Referenz, nach der der Kundenservice eines Reise-eSIM-Anbieters fragt, wenn etwas klemmt: sie verbindet dein installiertes Profil mit deinem Kauf. Wenn mehrere eSIMs installiert sind (eine pro Reiseziel zum Beispiel), ist sie auch der verlässliche Weg, um zu erkennen, welches Profil welches ist, wenn die Namen sich ähneln.
Beim Kauf einer lokalen physischen SIM-Karte im Ausland dient die auf der Karte gedruckte ICCID manchmal der vorgeschriebenen Registrierung (mit dem Pass). Behalte den Kartenträger für die gesamte Reise.
Sie dient außerdem dazu, sich auszuweisen, ohne die Rufnummer herauszugeben. Mehrere Prepaid-Anbieter fragen die letzten vier Ziffern der ICCID ab, wenn du eine Leitung aktivierst oder den Kundenservice kontaktierst: das belegt, dass du die Karte in der Hand hast, ohne die vollständige Kennung offenzulegen.
Der Irrtum
„Die ICCID ist die Telefonnummer der SIM.“
Nein: die Telefonnummer (MSISDN) wird vom Anbieter zugeteilt und kann sich ändern oder gar nicht existieren (Daten-eSIM). Die ICCID ist die Seriennummer des Trägers selbst, wie die Fahrgestellnummer eines Autos im Vergleich zum Kennzeichen.
In der Praxis, Gerät für Gerät
Auf dem iPhone
- Einstellungen, Allgemein, Info.
- Scrolle nach unten: jede Leitung (physische SIM und eSIM) zeigt ihre ICCID unter ihrem Namen.
- Langes Tippen auf die Nummer, um sie zu kopieren.
Auf Android
- Einstellungen, Über das Telefon, SIM-Kartenstatus (der Weg unterscheidet sich je nach Marke leicht).
- Die ICCID erscheint pro Leitung, bei manchen Modellen steht sie in Einstellungen, Verbindungen, SIM-Manager.
- Die App des eSIM-Anbieters zeigt sie ebenfalls, im Bereich Details des Datenpakets.
Ohne das Handy einzuschalten
- Bei einer physischen Karte: die Nummer ist auf die Rückseite der Karte und auf den ursprünglichen Plastikträger gedruckt.
- Bei einer eSIM: sie steht in der Kaufbestätigung per E-Mail und im Kundenkonto des Anbieters.
- Das ist die einzige Methode, die funktioniert, wenn das Gerät kaputt, verloren oder leer ist.
Wie eine ICCID aufgebaut ist
| Abschnitt | Was er kodiert | Beispiel Deutschland |
|---|---|---|
| Erste 2 Ziffern | Den Telekommunikationssektor, unveränderlich | 89 |
| Folgende Ziffern | Das Land, nach der Telefonvorwahl | 49 für Deutschland, also 8949 |
| Nächste Gruppe | Den Anbieter, der die Karte oder das Profil ausgegeben hat | bei jedem Anbieter anders |
| Hauptteil der Nummer | Die eindeutige Seriennummer des Trägers | bei der Ausgabe zugewiesen |
| Letzte Ziffer | Eine Prüfsumme, berechnet aus den vorherigen Ziffern | erkennt Tippfehler |
Was das beim Vergleichen ändert
Keine Rolle bei der Wahl eines Datenpakets, aber eine Rolle beim Service danach: ein Anbieter, dessen App die ICCID jedes Profils klar anzeigt, spart dir Zeit beim Kundenservice. Das ist eines der kleinen Erfahrungsdetails, auf die die Vergleiche von eSIMrat schauen.
eSIM-Datenpakete nach Reiseziel vergleichenDer Tipp der Ratte: Benenne jede eSIM direkt nach der Installation um („Japan April“, „Europa Sommer“) in den SIM-Einstellungen. So musst du nach der Rückkehr nicht 20-stellige ICCIDs vergleichen, um zu wissen, welche du löschen kannst.
Siehe auch
Häufige Fragen
Was ist die ICCID einer SIM-Karte?
Es ist ihre Seriennummer: 19 oder 20 Ziffern, die die Karte oder das eSIM-Profil beim Anbieter eindeutig identifizieren. Sie bezeichnet den Träger der Leitung, nicht das Gerät, in dem er steckt, und auch nicht die Telefonnummer.
Wo finde ich meine ICCID?
Auf dem iPhone in Einstellungen, Allgemein, Info, auf Android in Einstellungen, Über das Telefon, SIM-Kartenstatus. Bei einer physischen Karte ist sie auch auf die Rückseite und auf den Plastikträger gedruckt, bei einer eSIM steht sie in der Kauf-E-Mail und im Kundenkonto des Anbieters.
Wie bekomme ich die Nummer meiner SIM-Karte heraus?
Am einfachsten liest du sie in den Einstellungen des Handys, dort erscheint sie Leitung für Leitung. Wenn das Gerät nicht mehr angeht, nimm den Plastikträger der Karte, auf dem die Nummer gedruckt ist, oder melde dich im Kundenkonto an: dein Anbieter zeigt die ICCID zu deiner Leitung.
Warum beginnen alle ICCID mit 89?
Das ist die internationale Vorsilbe für Chipkarten der Telekommunikation, festgelegt in der Norm. Die folgenden Ziffern kodieren das Land (49 für Deutschland, daher die Nummern mit 8949) und den ausgebenden Anbieter, dann kommen die Seriennummer und eine Prüfsumme.
Warum werden die letzten 4 Ziffern meiner ICCID verlangt?
Weil es ein einfacher Beleg dafür ist, dass du die Karte wirklich hast, ohne die ganze Nummer herumzuschicken. Mehrere Prepaid-Anbieter, darunter Lycamobile, verlangen sie bei der Aktivierung online, in der Regel zusammen mit der Rufnummer und der PUK vom Kartenträger.
Ändert sich die ICCID, wenn ich eine eSIM neu installiere?
Wenn der Anbieter dir ein neues Profil ausgibt, ja: es ist ein neuer logischer Träger, also eine neue ICCID. Deshalb fragt der Kundenservice nach einer Neuinstallation erneut nach der aktiven ICCID.
Ist es riskant, seine ICCID weiterzugeben?
Allein erlaubt sie weder einen Anruf noch den Zugang zu deinem Konto noch eine Abbuchung. Gib sie deinem Anbieter oder dem Kundenservice deines eSIM-Anbieters, wie eine Seriennummer, aber veröffentliche sie nicht online: zusammen mit anderen persönlichen Daten kann sie für einen Betrugsversuch beim Kundenservice dienen.
ICCID, EID, IMEI: welche gibt man dem Kundenservice?
Je nach Problem: die ICCID identifiziert dein Datenpaket (Datenproblem, Aufladung), die EID den Chip deines Handys (Installationsproblem), die IMEI das Gerät (Kompatibilitätsproblem). Der Kundenservice sagt in der Regel, welche er braucht.