SM-DP+ (der Server, der eSIMs ausliefert)
Der SM-DP+ (Subscription Manager Data Preparation +) ist der sichere Server, der eSIM-Profile vorbereitet, verschlüsselt und an die Handys ausliefert. Die SM-DP+-Adresse ist die Adresse dieses Servers: sie steckt im QR-Code der Aktivierung und wird für die manuelle Installation im Klartext mitgeliefert, zusammen mit einem Aktivierungscode. Ein Zahnrad des GSMA-Standards, gleich bei allen Anbietern.
Warum das auf Reisen zählt
Die SM-DP+-Adresse begegnet dir in genau einem konkreten Fall: der manuellen Installation, wenn du den QR-Code nicht scannen kannst (nur ein Gerät da, QR unlesbar, Kamera bockt). Der Anbieter nennt dann zwei Angaben: die SM-DP+-Adresse (etwa rsp.beispiel.com) und den Aktivierungscode, einzutragen in den Einstellungen.
Scheitert die Installation mit einer Meldung wie „Profil nicht gefunden“, ist es fast immer ein Tippfehler in der Adresse oder ein schon verbrauchter Code: jeder Aktivierungscode gilt nur einmal. Dann kann nur der Kundenservice des Anbieters ein Profil neu ausgeben.
Der Irrtum
„Der QR-Code enthält mein Datenpaket.“
Nein: der QR-Code enthält nur die Adresse des SM-DP+-Servers und einen Aktivierungscode zum einmaligen Gebrauch. Das Profil selbst wird bei der Installation vom Server geladen. Darum funktioniert ein schon benutzter QR nicht mehr: der Code ist verbraucht, auch wenn das Bild des QR noch existiert.
In der Praxis, Gerät für Gerät
Auf dem iPhone
- Einstellungen, Mobilfunk, eSIM hinzufügen, dann Andere Optionen und Daten manuell eingeben.
- Trage die SM-DP+-Adresse und dann den Aktivierungscode ein, genau wie geliefert.
- Wird ein Bestätigungscode verlangt, steht er in der E-Mail des Anbieters.
Auf Android
- Einstellungen, Netzwerk und Internet, SIM-Manager, eSIM hinzufügen, dann je nach Marke „Brauchst du Hilfe? / Code manuell eingeben“.
- Das erwartete Format fasst manchmal alles in einer Zeichenkette zusammen: LPA:1$smdp-adresse$aktivierungscode.
- Achte auf Groß- und Kleinschreibung und auf Sonderzeichen: ein einziges falsches Zeichen lässt den Download scheitern.
Was das beim Vergleichen ändert
Ein Anbieter, der die SM-DP+-Adresse und den Aktivierungscode klar neben dem QR-Code anzeigt statt nur den QR, rettet dich in Grenzfällen. Ein kleines Erfahrungsdetail, das die Vergleiche von eSIMrat anrechnen: Reibung zeigt sich an den schlechten Tagen, nicht an den guten.
eSIM-Datenpakete nach Reiseziel vergleichenDer Tipp der Ratte: Der QR erscheint auf dem Bildschirm des Handys, das ihn scannen soll? Zwei Wege: ihn auf einem anderen Bildschirm anzeigen (PC, Tablet, Handy eines Bekannten), oder auf die manuelle Eingabe mit der SM-DP+-Adresse wechseln. Der zweite Weg klappt immer, selbst allein auf einer Insel.
Siehe auch
Häufige Fragen
Wo finde ich die SM-DP+-Adresse meiner eSIM?
In der Kaufbestätigung per E-Mail oder in der App des Anbieters, neben dem QR-Code, oft hinter einem Link „manuelle Installation“. Steht sie nicht dabei, nennt sie der Kundenservice: sie ist nicht geheim, persönlich ist nur der Aktivierungscode.
Was tun, wenn das Profil nicht lädt?
Prüfe die Eingabe Zeichen für Zeichen, sorge für stabiles WLAN und versuche es erneut. Meldet das Handy einen schon benutzten oder ungültigen Code, wende dich an den Kundenservice: Aktivierungscodes gelten einmal, und nur der Anbieter kann einen neuen ausgeben.
SM-DP+ und SM-DS: was ist der Unterschied?
Der SM-DP+ speichert und liefert die Profile; der SM-DS ist ein Verzeichnis, über das das Handy automatisch entdeckt, dass ein Profil auf es wartet, ohne QR-Code (Aktivierung per Benachrichtigung). Beide gehören zum GSMA-Standard der eSIM für Endkunden.